Wird es jemals eine Heilung für MS geben?

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft. Nerven im Gehirn und Rückenmark sind mit einer schützenden Beschichtung namens Myelin bedeckt. MS-Symptome werden verursacht, wenn Myelin sich verschlechtert und nicht die richtigen Signale an das Gehirn sendet.

Es gibt Hoffnung auf eine Heilung, die eines Tages das zentrale Nervensystem reparieren wird. Bis eine Heilung gefunden ist, können Behandlungen und Therapien Menschen mit MS helfen. Wissenschaftler arbeiten ständig daran, Behandlungen zu verbessern, um bei Symptomen, Schübe und Progression zu helfen.

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Neue Medikamente

Derzeit gibt es 13 von der FDA zugelassene Medikamente, die das Fortschreiten der MS verlangsamen, Krankheitsrückfälle behandeln und Symptome lindern. Diese Medikamente sind injizierbar, oral oder infundiert.

Drei neue Medikamente sind ebenfalls in Arbeit:

  • Ocrelizumab: Dies ist ein intravenös verabreichtes Medikament zur Behandlung von primär progredienter MS (PPMS). Wenn genehmigt, wird es zweimal pro Jahr gegeben. Studien laufen und werden voraussichtlich bis Ende 2017 dauern.
  • Laquinimod: Dies ist Medikamente in Tablettenform. Es wird auf Rückfall-remittierende MS (RRMS) getestet. Wissenschaftler glauben, dass es funktioniert, indem beschädigte Immunzellen daran gehindert werden, das Gehirn zu erreichen. Studien zeigen potentielle Vorteile für RRMS-Patienten während eines kurzen Zeitraums. Nebenwirkungen schließen jedoch Kopfschmerzen, Durchfall, Rückenschmerzen, Übelkeit und Infektion ein. Studien zu Laquinimod begannen im Jahr 2013 und werden voraussichtlich bis 2018 andauern.
  • Anti-LINGO-1: Dies ist ein intravenös infundiertes Medikament, von dem gezeigt wurde, dass es bei Menschen mit Optikusneuritis potenziell das Myelin repariert. Dieser Zustand tritt auf, wenn der Sehnerv entzündet ist. Es ist nicht klar, ob das Medikament tatsächlich den Schaden repariert, oder ob es nur die Symptome stoppt. Studien zu diesem Medikament sind noch nicht abgeschlossen.

Stammzelltransplantation

Wissenschaftler haben in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich Studien zur Stammzelltransplantation durchgeführt. Die Tests wurden an Personen mit sekundär progredienter MS (SPMS) und RRMS durchgeführt.

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Die Studien laufen noch, aber die Therapie ist vielversprechend für Menschen mit RRMS. Viele RRMS-Studienteilnehmer haben eine Verringerung der Symptome gemeldet. SPMS-Studienteilnehmer zeigen jedoch keine Verbesserung der Symptome. Patienten, die RRMS seit mehr als 10 Jahren hatten, zeigten ebenfalls keine Veränderung.

Was die Zukunft bringt

Wissenschaftler und Pharmaunternehmen versuchen kontinuierlich bessere Medikamente zu entwickeln, um Menschen mit MS zu helfen. Neue Therapien sind vielversprechend. Mit den jüngsten Fortschritten ist es hoffnungsvoll zu glauben, dass es eines Tages eine Heilung geben wird.