Resveratrol kann fĂŒr Menschen mit Diabetes von Vorteil sein

Eine neue Studie untersucht, ob ein Antioxidans, das normalerweise in Wein und FrĂŒchten vorkommt, positive Auswirkungen auf die kardiovaskulĂ€re Gesundheit von Patienten mit Diabetes hat.

Resveratrol ist eine natĂŒrliche Verbindung, die in Trauben, Traubensaft, Rotwein und einigen Arten von Beeren - einschließlich Blaubeeren und Preiselbeeren - sowie in ErdnĂŒssen und Kakao gefunden werden kann.

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Die Verbindung ist ein Polyphenol - dh eine Klasse von pflanzlichen chemischen Substanzen mit antioxidativen Eigenschaften.

Einige Studien deuten darauf hin, dass Polyphenole eine schĂŒtzende Rolle bei Herzerkrankungen spielen können, indem sie die vaskulĂ€re Funktion verbessern und EntzĂŒndungen regulieren.

Eine neue Studie, die auf der American Heart Association in Minnesota in den 2017er Scientific Sessions Arteriosklerose, Thrombose und VaskulĂ€re Biologie und periphere GefĂ€ĂŸerkrankungen vorgestellt wurde, untersuchte die Wirkung von Resveratrol auf die Arteriensteifigkeit bei Diabetikern.

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Der Zweck der Studie

Mit dem Alter werden unsere Arterien weniger geschmeidig.

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Dies kann zu verschiedenen kardiovaskulĂ€ren Ereignissen fĂŒhren, einschließlich erhöhtem Blutdruck, koronarer Herzkrankheit und Schlaganfall.

Wie die Autoren der neuen Studie erklÀren, zeigen Patienten mit Diabetes Anzeichen einer vorzeitigen Arterienverkalkung.

Einige Tierstudien haben jedoch gezeigt, dass Resveratrol die Steifheit der Aorta - der Hauptarterie im menschlichen Körper, die das Blut vom Herzen weg und in den Rest des Körpers transportiert - reduzieren kann.

Diese Studien haben gezeigt, dass Resveratrol ein Gen namens SIRT1 aktiviert, das die Alterung verlangsamen kann.

Die vorliegende Forschungsarbeit hat das Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Dr. J.-A. Ella Zhang, Postdoktorand am Whitaker Cardiovascular Institute der Boston University in Massachusetts, dazu motiviert, zu untersuchen, ob Resveratrol die gleiche Wirkung hat oder nicht in Menschen.

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Schlussfolgerungen aus der Studie

Die Standardmethode zur Messung der Aortensteifigkeit ist ein Test, der als Carotis-Femoral-Pulswellengeschwindigkeitstest (CFPWV) bezeichnet wird.

In der neuen Studie verwendeten die Forscher einen CFPWV-Test zur Bestimmung der Aortensteifigkeit bei 57 Patienten mit Typ-2-Diabetes. Im Durchschnitt waren die Teilnehmer 56 Jahre alt und wurden gemĂ€ĂŸ Standard-BMI-Berechnungen als fettleibig betrachtet.

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Zu ​​Beginn erhielten die Patienten zwei Wochen lang tĂ€glich 100 Milligramm Resveratrol. Dies wurde dann fĂŒr weitere zwei Wochen auf 300 Milligramm pro Tag erhöht.

Den Patienten wurde auch eine abgestimmte, Polyphenol-freie Placebobehandlung fĂŒr insgesamt vier Wochen verabreicht, mit einer Auswaschphase von zwei Wochen zwischen den Behandlungen.

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In der gesamten Studiengruppe wurden nach Gabe von Resveratrol keine statistisch signifikanten VerÀnderungen festgestellt.

In einer Untergruppe von 23 Patienten, die zu Studienbeginn eine hohe arterielle Steifheit aufwiesen, schien jedoch eine Dosis von 300 Milligramm pro Tag Resveratrol die Aortensteifigkeit um 9 Prozent zu senken.

ZusÀtzlich korrelierte dieser Effekt proportional mit der Dosierung: Eine tÀgliche Einnahme von Resveratrol von 100 Milligramm verminderte die Aortensteifigkeit um 4,8 Prozent. Im Gegensatz dazu erhöhte sich die Aortensteifigkeit, wenn die Patienten die Placebobehandlung erhielten.

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Senior Autor der Studie, Dr. Naomi M. Hamburg kommentierte die Bedeutung der Befunde.

"Dies ist ein weiterer Beweis dafĂŒr, dass es Interventionen gibt, die die BlutgefĂ€ĂŸabnormalitĂ€ten, die mit dem Altern auftreten, rĂŒckgĂ€ngig machen können und bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit ausgeprĂ€gter sind", sagte Hamburg in einer PresseerklĂ€rung.

Allerdings warnt Hamburg - der auch Leiter der Abteilung fĂŒr vaskulĂ€re Biologie an der Boston University School of Medicine in Massachusetts ist -, dass Resveratrol möglicherweise nicht so gut fĂŒr Menschen ist, die keinen Diabetes haben.

"Die Wirkung von Resveratrol könnte mehr auf die Verbesserung der strukturellen VerĂ€nderungen in der Aorta und weniger auf die Entspannung der BlutgefĂ€ĂŸe abzielen, und Menschen mit einer normaleren Aortensteifigkeit könnten nicht so viel profitieren", sagte sie.

Der Hauptautor der Studie zog auch die Ergebnisse in Betracht.

"Wir haben herausgefunden, dass Resveratrol auch das Langlebigkeitsgen SIRT1 beim Menschen aktiviert, und dies könnte ein möglicher Mechanismus fĂŒr die Supplemente zur Verringerung der Aortensteifigkeit sein", sagte Zhang. "Die VerĂ€nderungen in dieser kleinen und kurzfristigen Studie sind jedoch kein Beweis: Studien mit lĂ€ngerer Behandlung sind notwendig, um die Wirkung eines tĂ€glichen Resveratrol-Supplements auf die GefĂ€ĂŸfunktion zu testen. "